Krisztián Grecsó 1976 wurde ich in Szegvár, einem winzigen Dorf im Komitat Csongrád geboren. Die ersten vierzehn Jahre meines Lebens verbrachte ich dort, nichtsahnend, daß das Kurca-Ufer nicht für die ganze Welt ein heiliger Ort ist. Später, geschneuzt, gekämmt und mit allen Wassern gewaschen, glaubte ich über die gerade erwähnte Kleinigkeit hinwegsehen zu können, das Kurca-Ufer nur als ein Wort in meinem Lebenslauf betrachten zu können, und es vielleicht bezüglich der Höhe der Gewerbesteuer, aber sonst nichts ausmacht. Und dann hat sich irgendwas verdichtet, verdickt, hat zu stocken begonnen wie Milch, die in der Sonne steht, etwas ist aufgebrochen, hochgekommen, wie der Schleim aus der Gurgel, und ich mußte mir eingestehen, auch wenn ich dieses Dörfchen und den Kurca-Bach loswerden wollte, es geht nicht: All das hat mich geprägt. Nicht nur, weil ich die IFA-Lastwagenmodelle anhand ihres Brummens unterscheiden kann, ich Weltmeister im Gurkensortieren bin und sehr viele beim Arbeiten mit der Motorhacke links überhole. Nicht nur deswegen, sondern wegen ganz anderen Dingen… An der Universität Szeged habe ich Hungarologie studiert, heute lebe ich in Békéscsaba und bin Redakteur der Literaturzeitschrift Bárka und schreibe regelmäßig für das Literaturblatt Élet és Irodalom.
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eigenständige Veröffentlichungen: Vízjelek a honvágyról (Wasserzeichen vom Heimweh).
Gedichte. Békéscsaba: Tevan 1996. weitere Publikationen: Makó – Jeruzsálem, retúr (Makó-
Jerusalem, retour). Drama. Kalligram 2003/7-8. Auszeichnungen: Gérecz Attila-Preis (1996, bester
erster Gedichtband) |